Standard Operating Procedure (2008)
Kann ein Foto die Welt verändern? Zwölf Fotos aus dem Gefängnis Abu Ghraib in Baghdad haben 2004 dem Irak-Krieg eine neue Wendung gegeben und vor allem das Bild Amerikas in der Welt ins Wanken gebracht.
Dennoch, eine zentrale Frage bleibt: sind die berüchtigten Fotos aus Abu Ghraib Beweise für eine systematische Folterpraxis des amerikanischen Militärs, oder dokumentieren sie nur das Verhalten einiger weniger "schwarzer Schafe”.
In Standard Operating Procedure untersucht der Dokumentarfilmer Errol Morris („The Fog of War“, „The Thin Blue Line“) den unmittelbaren Kontext dieser Bilder. Warum wurden sie gemacht? Was zeigen sie nicht, was lassen sie aus? Morris spricht sowohl mit den Soldaten, die damals auf den Auslöser gedrückt haben als auch mit denen, die auf den Fotos zu sehen sind. Wer sind diese Menschen? Was haben sie sich dabei gedacht?
Viele Journalisten haben nach den unwiderlegbaren Beweisen für Abu Ghraibs Folterskandal gesucht. Standard Operating Procedurezeigt auf, dass Abu Ghraib selbst der Beweis ist.
Die grundlegenden Fragen allerdings sind: Wie konnten amerikanische Werte so blossgestellt werden? Wie konnte es zu Abu Ghraib – und der anschließenden Vertuschung des Folterskandals – überhaupt kommen?
Fakten des Filmes
Release:
15. January 2009
Genre
Dokumentar, Kriegsfilm
Produktionsland
Vereinigte Staaten von Amerika
Länge: 111 minuts
Credits
Regisseure
Errol Morris
Schauspieler
Christopher Bradley, Sarah Denning, Joshua Feinman, Jeff L. Green, Merry Grissom
Manuskript
Errol Morris








